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Hotel Shooting in Frankfurt

Seit einiger Zeit biete ich auch professionelle Boudoir-Shootings in Hotelräumen an. Shooting sind nach vorheriger Absprache in fast jedem Hotel möglich. Dabei übernehme ich die komplette Abwicklung und Absprache mit dem Hotel.

Ein Hotel-Shooting dauert in der Regel 3 Stunden und es ist jederzeit einfach möglich Outfits zu wechseln. Das Arbeiten in Hotelräumen ist zwar etwas beengt, bietet aber eine abwechslunsgreiche und auch ruhige Atmosphäre.

Für mehr Infos über Hotel-Shootings schaut einfach hier!

Low Key Akt Shooting

Low Key Shootings erfreuen sich immer großer Beliebtheit. Dieser Aufnahme-Stil ist ein Klassiker, den man immer variieren und ausschmücken kann.

Wichtig ist eine sparsame Lichtsetzung in einem möglichst spitzen Winkel. Dadurch werden Konturen betont und der Hintergrund ausgeschwärzt.

Viele können sich nicht vorstellen, dass Low Key Aufnahmen auch in ganz normalen Wohn- oder Schlafzimmern aufgenommen werden können. Nur die Hälfte dieser Aufnahmen wurde in meinem Studio aufgenommen!

Hochwertige Aufnahmen im Low-Key-Stil sind also auch ohne Probleme beim Kunden möglich!

Mehr über meine Akt-Fotografie findet ihr hier.

Vielen Dank an mein wunderbares Model!

14. City Night Run

Am 25.04.2017 gab es ein Jubiläum zu feiern: 1. Jahr City Night Run in Aschaffenburg und insgesamt die 14. Ausgabe! Vielen Dank an Jörg Oberle für dieses tolle Event!

Ich war wieder gerne dabei um für die fotografische Begleitung zu sorgen. Mehr Informationen über meine Eventfotografie findet ihr übrigens hier.

Vintage Shooting mit Svenja

Es gibt so viele tolle Möglichkeiten für außergewöhnliche Fotoshootings. Großer Beliebheit erfreuen sich Vitage-Fotoshootings, in denen man die Vergangenheit wider aufleben lässt.

Ganz allgemein versucht man Stil, Kleidung, Beleuchtung und Bearbeitung an die Originale der Vergangenheit anzupassen.

Wichtig ist, dass sich z.B. keine störenden Gegenstände im Bildhintergrund befinden, die zeitlich gesehen unpassend wären. Die Kleidung sollte immer dem Zeitgest entsprechend gewählt werden.  Zudem fotografiere ich solche Shooting immer in Farbe um dann im Nachgang mehr Kontrolle über die Grauschattierungen zu haben.

 

Watersplash-Shooting mit Laura

Auf der Suche nach neuen Ideen, stand ein Shooting mit Wasser für mich ganz oben auf der Tagesordnung.

Die Arbeit mit umherfliegendem Wasser stellt Fotograf, Modell und Assistenten vor einige Probleme. Erste Prämisse ist, die empfindliche Technik frei vom Wasser zu halten. Gegenlichtblenden, durchsichtige Müllsäcke für die Blitze und Schirme helfen hier.

Zudem sollte man genau auf das Modell achten. Um Gänsehaut oder gar eine Erkältung zu vermeiden ist es wichtig, eine warme Umgebung zu schaffen. Entweder durch Heizstrahler oder die wärmende Sonne outdoor. Handtücher zum zwischenzeitlichen Abtrocken sind ebenfalls Pflicht.

Vielen Dank an Laura und die zwei freundlichen Assistenten!

 

2. STREETWald Cross DIRT Run

Lange habe ich mich auf den 2. STREETWald Cross DIRT Run in Aschaffenburg gefreut. Gestern war es so weit.

Mit drei Distanzen über ca. 11km, 22km und 33km und einer abwechslungsreichen Strecke durch Stadt, Feld und Wald war dies ein anspruchsvolles aber auch optisch ansprechendes Event.

Das absolute Highlight war der Zieleinlauf im Sonnenuntergang.

Vielen Dank an Jörg Oberle für dieses klasse Event!

Meine persönlichen Lieblingsbilder findet ihr hier:

 

Kurz angeschnitten: Fotoshooting im Winter

Bei einem Shooting im Winter sind ein paar Dinge zu beachten.

Batterien entladen sich in der Kälte schneller, daher ist es wichtig Ersatzbatterien bereitzuhalten. Für fröstelnde Modelle sind Taschenwärmer oder sogar ein Heizstrahler empfehlenswert.

Bei starkem Schneetreiben ist eine schützende Gegenlichtblende wichtig. Sonst kleben schon nach kurzer Zeit Schneeflocken auf der Optik.

Wenn ihr das Objektiv wechseln müsst, dann tut dies immer an einem geschützen Ort. Schnee, Staub und Dreck können eurer Kamera sonst schon nach kurzer Zeit den Todesstoß bereiten.

Falls ihr Blitze einsetzt, überzieht diese mit einer durchsichten Mülltüte. Dies schränkt den Blitz nicht ein und schützt aber vor den Wettereinflüssen.

Falls die Fotos nachbearbeitet werden, achtet auf die Haut eurer Modelle. In der Kälte rötet sich die Haut in der Regel mehr oder weniger stark. Ein Effekt, den man meistens etwas abschwächen will.

Alle Aufnahmen sind komplett ohne künstliche Lichtquellen entstanden, also Available Light.  Der Schnee dient als riesiger Reflektor von unten, so dass dunkle Schatten in den Gesichtern vermieden werden konnten.

 

Für das Outdoor-Fotoshooting: Google MyMaps

Heute will ich euch kurz auf eine Service von Google aufmerksam machen, über den ich noch nicht allzu viel gelesen habe, der aber trotzdem einige spannende Features bereit hält.

Die Rede ist von Google MyMaps.

MyMaps baut auf Google Maps auf und bietete euch die Möglichkeit eigene Karten zu erstellen und diese Karten mit eigenen Markern und Anmerkungen zu versehen. Zudem könnt ihr die fertigen Karten mit Kunden und Freunden teilen.

Am schnellsten ruft ihr Mymaps über www.google.de/mymaps auf. Alternativ kann man auch ganz regulär Google Maps aufrufen und dann im Hauptmenu „meine Orte“ und dann „Karten“ auswählen.

Meine Orte Google Maps
Screenshot Google Maps „Meine Orte“

Mit einem Klick auf „Neue Karte erstellen“  beginnt ihr mit einer neuen, leeren Karte.

 

MyMaps Auschnitt Startmenu
Google MyMaps Start

Es gibt bereits eine Menge an Funktionen in MyMaps. Dazu gehört u.a.

  • Orte mit einem individuellen Marker auf der Karte markieren
  • Linien und Umrisse auf die Karte zeichnen
  • Entfernenungen messen
  • Routen hinzufügen
  • Mehrer Ebenen pro Karte einfügen

MyMaps ist sehr nützlich um z.B. Outdoor-Fotoshootings oder Events zu planen. Dafür habe ich es mehrmals schon erfolgreich eingesetzt.

Die wichtigste Funktion ist definitiv das Einfügen von Markern. Ihr könnt diese Marker mit einer Fülle von Details und Informationen anreichern.

Beispielmarker Google MyMaps
MyMaps Marker Beispiel

Offen bleibt, warum MyMaps nicht eigenständig in den Google Funktionen auftaucht. Ich bin von diesem Service wirklich angetan und erwarte weitere Updates von Google zu diesem Thema in der nahen Zukunft.

 

 

Meine Erfahrung mit Zoomy Rentals

Aus aktuellem Anlass, gebe ich hiermit meine (äußerst positiven) Erfahrungen mit ZoomyRentals wieder.

Worum geht es überhaupt?

ZoomyRentals bietet einen Service, der leider viel zu wenig beachtet wird. Die Firma verleiht Kameras, Objektive und Equipment. Eine tolle Sache, wenn man z.B. ein bestimmtes Objektiv nur für ein einzelnes Event braucht. Auch zum Testen von Equipment ist dieser Service sehr gut geeignet.

Wie läuft das ab?

Um für den 10. City Night Run gewappnet zu sein, habe ich mir für eine Woche das Sigma 35mm f/1.4 DC HSM Art ausgeliehen.

Sigma 35mm f/1.4 DC HSM Art Beispielfoto 1
Blende f/1.4 Belichtungszeit 1/160s ISO 8000

Zuerst sucht man sich auf der Website das passende Equipment zusammen und legt die Leihdauer fest. Geräte, die aktuell nicht auf Lager sind, kann man reservieren. Die Website ist schlicht gehalten und lässt sich einfach bedienen.

Am Tag der Leihe erhält man dann die Ware bis 12:00 Uhr per DHL Express. Das hat bei mir auch super geklappt. Vorsicht: Man muss persönlich anwesend sein! Die Versandkosten sind mit 12,-€ für An- und Ablieferung moderat.

Das Equipment – in meinem Fall die Sigma Festbrennweite – kam gut geschützt in Schaumstoff und mit allen Zubehörteilen an. Neben den beiden Schutzkappen war auch die Streulichtblende und ein UV-Filter mit dabei. Sehr praktisch, denn man kann sofort loslegen und braucht kein zusätzliches Zubehör.

Sigma 35mm f/1.4 Art
Sigma 35mm f/1.4 Art

Am Tag nach dem letzten Leihtag wird das Paket dann bequemerweise wieder abgeholt. Auch hier muss man wieder anwesend sein. Praktischerweise hat man auch die Möglichkeit die Abholadresse durch eine kleine Nachricht an ZoomyRentals zwischendurch zu ändern. In meinem Fall musste ich das in Anspruch nehmen und war sehr über die schnelle und unkomplizierte Abwicklung überrascht.

Kosten

Die Leihe des Sigma 35mm f/1.4 CD HSM Art  für 7 Tage kostete 57,00€. Dazu kommen Versandkosten von 12,-€

In meinem Fall musste ich noch eine Kaution von 200,-€ hinterlegen. Die Kaution wurde mir bereits am ersten Tag nach der erfolgreichen Rücksendung wieder erstattet. Vorbildlich!

Als Zahlungsarten stehen u.a. Paypal und Sofortüberweisung zur Verfügung.

Fazit

PRO

+ Unkomplizierte Abwicklung
+ Schnell
+ Sehr zuverlässig
+ Artikel in gutem Zustand

CONTRA

– Eingeschränkte Auswahl an Equipment

 

Alles in allem kann ich ZoomyRentals nur empfehlen! Sollte ich mal wieder kurzfristig ein besonderes Objektiv oder ein spezielles Zubehörteil brauchen, würde ich dort wieder leihen.

 

Eine Woche mit dem Sigma 35mm f/1.4 DG HSM Art

Das Sigma 35mm f/1.4 DG HSM Art ist 2012 wie eine Bombe in der Fotowelt eingeschlagen. Nun liegt liegt das Erscheinen dieser außergewöhnlichen Linse schon einige Zeit zurück. Wie gut ist dieses Objektiv wirklich?

Ich habe die Gelegenheit genutzt und mir bei Zoomy-Rentals ein gebrauchtes Exemplar zu fairen Konditionen geliehen.

Design & Handhabung

Das Desgin eines Objektivs ist sicher vernachlässigbar. Schließlich ist es bloßes Werkzeug, oder? Vielleicht nicht ganz. Ich freue mich immer über ein tolles Design und qualitativ hochwertige Verarbeitung. Dementsprechend leicht fällt es mir, das Sigma über den grünen Klee zu loben.  Es ist wirklich hervorragend verarbeitet. Nichts wackelt, die Streulichtblende rastet satt ein und der Fokusring ist wunderbar schwergängig. Dieses Exemplar ist bereits durch viele Hände gegangen und zeigt einige Abnutzungsspuren – vorallem am Fokusring. Trotzdem sieht es immer noch gut aus und hat keinerlei Fehlfunktionen. Zudem hat Sigma hier auch rein optisch einen Volltreffer gelandet und dieses Objektiv wunderbar edel und zurückhaltend gestaltet.

Bevor es zu den technischen Aspekten geht, hier ein paar Produktfotos:

Sigma 35mm f/1.4 Art
Sigma 35mm f/1.4 Art
Frontansicht Sigma 35mm f/1.4 Art
Frontansicht Sigma 35mm f/1.4 Art
Frontelement Sigma 35mm f/1.4 Art
Frontelement Sigma 35mm f/1.4 Art
AF-Wwahlschalter Sigma 35mm f/1.4 Art
AF-Wahlschalter Sigma 35mm f/1.4 Art

Auflösung

Viel wurde schon von den optischen Qualitäten dieses Objektivs geschwärmt. Ich kann da nur zustimmen. Schon bei Offenblende ist die Bildmitte sehr scharf, mit moderaten Verschlechterungen zum Bildrand hin.

Hier mal eine manuell fokussierte Testaufnahme bei f/1.4

Auflösung Sigma 35mm Art
Auflösung bei f/1.4

Hier ein 100%-Auschnitt aus der Bildmitte

Auflösung Sigma 35mm Art
Auflösung in der 100% Ansicht bei f/1.4

Und ein 100%-Auschnitt aus dem rechten, oberen Rand.

Auflösung Sigma 35mm Art
Auflösung in der 100% Ansicht bei f/1.4 im Randbereich

Das sind fantastische Ergebnisse und man muss sich erstmal wieder  in Erinnerung rufen, dass es sich hierbei um Blende f/1.4 handelt.

Dementsprechend fällt der Auflösungsgewinn beim Abblenden gering aus. Hier eine weitere, manuell fokussierte Aufnahme, dieses mal bei f/2.8

Auflösung Sigma 35mm Art
Auflösung bei f/2.8

Ein 100%-Auschnitt aus der Bildmitte…

Auflösung Sigma 35mm Art
Auflösung in der 100% Ansicht bei f/2.8

… und ein 100%-Auschnitt aus dem rechten, oberen Rand.

Auflösung Sigma 35mm Art
Auflösung in der 100% Ansicht bei f/2.8 im Randbereich

Schon bei f/2.8 ist kaum noch Potential in der Bildmitte offen. Die Ränder werden bei f/4 am höchsten aufgelöst. Ein weiteres Abblenden zu Gunsten der Bildqualität erscheint dann auch kaum noch sinnvoll. Alles in Allem kann man von einem Volltreffer sprechen. Man kann praktisch jederzeit mit Offenblende arbeiten, ohne dass man Angst um die Bildqualität haben muss.

Vignettierung

Hier haben wir die erste Schwachstelle des Objektivs. Das folgende Bild verdeutlich die massive Vignettierung bei f/1.4

Sigma 35mm Vignettierung bei f/1.4
Vignettierung bei f/1.4

Hier das gleiche Bild mit nachträglich entfernter Vignettierung

Sigma 35mm f/1.4 Vignettierung entfernt
Vignettierung durch Post-Processing entfernt

Die nachträgliche Entfernung der Vignettierung ist meist ohne große Abstriche in Sachen Bildqualität möglich. Ich bin trotzdem kein großer Fan von natürlicher Vignttierung, da es immer besser ist nachträglich Bildinformationen zu entfernen, statt nachträglich Informationen wiederherzustellen. Es sei aber gesagt, daß Abblenden auf f/2 oder f/2.8 die Ecken merklich aufhellt.

Chromatische Abberationen & Flares

Hier liefert das 35mm Art eine gute Leistung ab. In Aufnahemsituationen mit normalen bis starken Kontrasten finden sich keine chromatischen Abberationen.

Nur bei extremen Kontrasten und starkem Gegenlicht gibt es Probleme.

Chromatische Abberationen bei Gegenlicht und f/1.4
Chromatische Abberationen bei Gegenlicht und f/1.4
Chromatische Abberationen bei Gegenlicht und f/1.4

Auf dem ersten Bild ist in der Bildmitte auch ein leichter Flare zu erkennen. Im Prinzip sind die Flares relativ einfach unter Kontroll zu bringen. Wenn sich diese lästigen Abbildungsfehler doch mal auf das Bild schleichen, sind sie relativ klein und können gut heraus retouschiert werden.

Verzerrungen

Es sind leicht tonnenförmige Verzerrungen im Bild zu erkennen. Diese sollten kaum ins Gewicht fallen. Die Leistung ist typisch für eine Festbrennweite. Über Verzerrungen muss man sich bei diesem Objektiv nicht sorgen.

Autofokus

Der Autofokus ist bei Objektiven von Drittherstellern immer ein Problem. Hintergrund ist, dass Canon und Nikon Ihre Autofokus-Algorithmen nicht preisgeben. Anderer Hersteller müssen dann durch Reverse-Engineering die Kamera und das Objektiv aufeinander abstimmen. Ein Problem, dass den großen Kamera-Herstellern natürlich in die Karten spielt. Dritthersteller haben immer wieder Probleme, Objektive mit verlässlichem Autofokus herzustellen.

Um es gleich vorweg zu nehmen. Das Sigma 35mm f/1.4 DG HSM Art bildet hier keine Ausnahme.

Allgemein empfiehlt sich eine AF-Feinkalibrierung durchzuführen, um eventuell vorhandene Front- oder Backfocus-Probleme zu beseitigen. In meinem Fall habe ich mich nach ausgiebigen Tests auf eine AFMA Korrektur von +7 geeinigt, um einen Frontfocus zu beseitigen.

Danach habe ich das Objektiv auf ein Stativ gesetzt und ca. 3 Meter vor einem kontrastreichen Testobjekt aufgebaut. Dann habe ich mit dem mittleren AF-Punkt eine Testaufnahme bei f/1.4 gemacht. Nach dieser Aufnahme habe ich den Fokus per Hand verstellt und wieder ein Foto gemacht. So sind 30 Aufnahmen entstanden.

Fazit: Von den 30 Aufnahmen waren nur 19 ausreichend scharf fokussiert. Eine enttäuschende Bilanz. Vorallem wenn man bedenkt, wie anspruchslos diese Aufgabe war. Zudem war ich von der Geschwindigkeit der Fokussierung nicht begeistert. Immer wieder korrigierte das Objektiv noch einmal kurz nach, bevor die Kamera auslöste.

Der zweite Test wurde unter Live-Bedingungen abgehalten. Während des 10. City Night Runs konnte ich das Sigma ausgiebig an Bewegtmotiven testen. Dazu habe ich natürlich den Servo AF meiner Canon 5D Mark III genutzt. Auch hier wurde ich leider enttäuscht. Es gab ganze Reihen von Bildern, die nicht ausreichend fokussiert waren. Oft stellte sich der Fokus auf die unendliche Entfernung ein und versuchte verzweifelt wieder auf das sich bewegende Objekt zu fokussieren. Vergeblich. Dabei nutzte ich sogar extra die große AF-Feldabdeckung der Kamera und platzierte die Felder auf Objekte mit hohem Kontrast.

Meine Ausschussrate lag schlussendlich mit ca. 70% extrem hoch. Zur Ehrenrettung des Sigma muss gesagt werden, dass es natürlich ein sehr anspruchsvolles Event unter sehr schwierigen Lichtbedingungen war. Trotzdem hatte ich ein ähnliches Event bereits mit einem profanen Canon 24-70 f/4 souverän gemeistert.

Der Autofokus des Sigma ist nicht für professionelle Sportfotografie geeignet. Jedenfalls nicht unter schwierigen Lichtbedigungen. Dabei lädt die Offenblende von f/1.4 doch gerade dazu ein! Und auch bei One-Shot Situationen sollte man das Bild sofort in der 100%-Ansicht prüfen, um vor bösen Überraschungen gewappnet zu sein. Oder gleich den kontrastbasierten Autofokus nutzen.

Die von Sigma angegebotene Dockingstation – um den Autofokus weiter feintunen zu können –  konnte ich leider nicht testen.

Bokeh

Viel kann man über die Qualität der Hintergrundunschärfe diskutieren. Im Allgmeinen bervorzugen Fotografen aber ein sanftes, cremiges Bokeh und kreisrund aufgelöste Spitzlichter. Das Sigma kann hier auf ganzer Linie überzeugen. Nicht nur sind die Spitzlichter sehr ruhig und rund, auch die Hintergrundunschärfe fällt sanft und weich aus. Das ist Spitzenklasse. Zugegeben: Nichts anderes habe ich auch von dieser Festbrennweite erwartet.

Hier ein Bild bei minimaler Aufnahmedistanz.

Bokeh minimale Aufnahme-Distanz
Bokeh bei minimale Aufnahme-Distanz und f/2.8

Dieses Bild zeigt die wunderbar aufgelösten Spitzlichter bei Offenblende.

Hier die gleiche Szene, aber diesmal auf f/5 abgeblendet. Trotzdem sind die Lichter noch relativ rund und sauber. Eine sehr gute Leistung.

Bokeh minimale Aufnahme-Distanz
Bokeh bei minimale Aufnahme-Distanz und f/5

Fazit

Ich habe euch jetzt genug gequält. Wenn ihr es bis hier unten durchgehalten habt, dann hier nun mein Fazit.

Pro

+ Brachiale Auflösung ab Offenblende
+ Hervorragende Verarbeitung
+ Klasse Design & Handhabung
+ Traumhaftes Bokeh
+ Chromatische Abberationen kaum vorhanden
+ Sehr resistent gegen Flares

Contra

+ Etwas langsamer Autofokus
+ Autofokus liegt oftmals komplett daneben
+ Massive Vignettierung bei f/1.4

Das Sigma 35mm f/1.4 DC HSM Art ist ein spezielles Objektiv. Ich vergleiche es gerne mit einem Ferrari. Ein Ferrari ist irgendwie sexy,  sehr schnell und aufregend. Aber beim Möbelkauf macht es eine schlechte Figur.

So ist es auch beim Sigma. Man muss wissen, wo diese Festbrennweite glänzt und wo es unter Umständen keinen Sinn ergibt. So hat es z.B. keinen Bildstabilisator und auch keinen Wetterschutz. Es ist auflösungstechnisch auf die Bildmitte optimiert und der Autofokus ist fehleranfällig.

Die fotografischen Bereiche, bei denen dieses Schmuckstück hervorragende Ergebnisse abliefern sollte, sind daher:

+Produktfotografie
+ Stilleben
+ Available-Light
+ Street-Fotografie
+ Reportage
+ Portraitfotografie
+ Astro-Fotografie

Nicht so gut geeignet ist es für folgende Bereiche:

– Sportfotografie
– Tierfotografie
– Landschaftsfotografie
– Reisefotografie

Für Sportfotografie und Tierfotografie fehlt dem Sigma der treffsichere Autofokus. Bei Landschafts- und Reiseaufnahmen würde ich einen Bildstabilisator, einen Wetterschutz und noch mehr Randschärfe bei großen Blenden bevorzugen.

Trotzdem handelt es sich bei diesem Objektiv um einen absoluten Volltreffer. Denn man sollte nicht vergessen, daß Sigma hier vieles richtig gut macht hat und das alles zu einem äußerst attraktiven Preis. Daher eine klare Kaufempfehlung!

Beispielbilder

Gerne präsentiere ich euch noch ein paar Beispielbilder, allesamt bei Offenblende aufgenommen!